Der lange weg zurück
Geschrieben am 17. April 2011 von Christoph. » Kommentar schreiben

Am Freitag, unserem letzten Tag in hanoi, stand noch einmal ein wenig sightseeing auf dem Programm. Zu Fuß ging es quer durch die Innenstadt zum ho-chi-minh-komplex. Dort bewahren die vietnamesen die mumifizierten Überreste ihres großen revolutionärs auf. Nur zwei stunden pro Tag und unter strengen auflagen darf man das mausoleum besichtigen. Uns hat der Anblick von außen gereicht.
Danach ging es zurück in die pulsierende Altstadt, ehe wir zum Hotel zurückkehrten, um uns für den abend fertig zu machen. Der lonely Planet tipp führte uns ins 69, einem etwas gehobeneren vietnamesischen Restaurant. Unsere dong reichten gerade für die Rechnung des sehr leckeren Essens. Die letzten zwei Dollar investierten wir anschließend in zwei Flaschen Bier, die wir mit zum schildkröten-see nahmen. Auf dem weg bekam eine straßenhändlerin unsere letzten 5000 dong für zwei gebäckteile. Am See genossen wir die geradezu himmlische stille des nur gedämpft wahrnehmbaren straßenlärms.
Doch ein Highlight fehlte uns noch: das wasserpuppentheater. Schon vor ein paar tagen hatten wir uns Tickets für die abendvorstellung besorgt, eine gute Entscheidung, denn die beliebte Vorstellung war ausverkauft. Nicht ohne Grund: das Theater war tatsächlich eine kurzweilige Angelegenheit, typische vietnamesische Musik untermalte die verschiedenen Kapitel, die die Figuren im Wasser darstellten.
Heute morgen hieß es dann schweren Herzens rucksäcke packen für die heimreise. Und die ist alles andere als lustig. Erst gehts zweieinhalb stunden nach Singapur, wo ein fünf stunden langer Aufenthalt auf uns wartet. Dann steht uns der zwölf stunden lange Flug nach München bevor. Ankunft: 5:35 in der Frueh. Keine angenehme Vorstellung, aber da müssen wir jetzt durch. Wein und viele filme dürften dabei helfen.
Bis bald in der Heimat!
Aloa halong bay
Geschrieben am 15. April 2011 von Christoph. » Kommentar schreiben

Vielleicht hat der ein oder andere schon ein lebenszeichen von uns vermisst, aber keine sorge, uns gehts ausgezeichnet.
Vorgestern sprich Mittwoch sind wir in hanoi angekommen. wieder ein Flug mit Vietnam Airlines, diesmal unser letzter.
Per minibus ging es in die Innenstadt, nachdem der Fahrer auch wirklich jeden Zentimeter platz in seinem Gefährt mit Passagieren besetzt hatte.
Im Zentrum angekommen, sind wir gleich zu unserem bereits reservierten Hotel losmarschiert. Und das charming Hotel überraschte uns positiv mit einem sehr schönem Zimmer samt sauberen Bad. Selbst einen eigenen pc gab es!
Anschließend ging es los zur stadtbesichtigung. Wie in saigon ist die verkehrsdichte enorm, die Roller fahren überall. Doch hat das altstadtviertel unserer Meinung nach mehr Charme als hcmc. Lauter kleine verwinkelte gässchen laden zum bummeln ein. Überall Brummer das Leben, tausende Händler bieten ihre waren feil.
Im Hotel haben wir auch gleich noch unseren Trip in die halong bay klar gemacht. Gestern ging es los, erst mit dem Bus drei stunden nach halong City, wo wir unser boot bestiegen. Die erste Überraschung im Bus: außer uns hatten nur drei Portugiesen die tour gebucht, und unser Führer sprach sehr gut englisch.
Auf dem boot dann die nächste gute Nachricht. Unsere Kabine war die größte auf dem schiff, sehr sauber und mit einem sehr komfortablen Bad mit regendusche!
Das allerbeste jedoch war das Wetter: schon kurz nach dem losfahren kam die sonne heraus und blieb dort bis zum abend. Wir hatten so eine umwerfende Sicht auf die vielen kleinen Inseln. An einer war unser erster stopp. Sie bestand aus einem Felsen, auf den man über 420 stufen hinauf gelangte. Der aufstieg wurde mit einem genialen Blick belohnt.
Anschließend ging es weiter zu unserem ankerplatz, von wo aus wir die Umgebung per kajak erkundeten.
nach dem wunderschönen Sonnenuntergang wartete die Crew mit dem Dinner auf. Wie mittags gab es fantastische meeresfrüchte zu essen.
Am nächsten Tag stand nach dem frühstück de Besichtigung der surprise-höhle auf dem Programm. Die riesige tropfsteinhöhle wartete mit vielen schönen felsformationen auf.
Danach ging es zurück durch die felsenlandschaft zum Hafen. Nah einem ausgiebigen lunch in einem der zahlreichen Restaurants brachte uns der Bus zurück nach hanoi.
Morgen gehts noch einmal für einen Tag in die City, abends ins wasserpuppentheater, ehe es leider für uns heißt kofferpacken.
Hue
Geschrieben am 11. April 2011 von Christoph. » Kommentar schreiben

Nach Hoi An jetzt Hue. Heute morgen hieß es mala.wieder Rucksack packen für uns, der Bus nach hue wartete. Nach vier stunden und der überquerung des wolkenpasses kamen wir relativ ausgeruht am ziel an.
Nachdem wir unser Hotel bezogen hatten, machten wir uns zur alten kaiserstadt auf, der Sehenswürdigkeit hues. Obwohl die Amis im Krieg auch hier ziemlich viel zerstört haben, war es ein beeindruckender besuch.
Morgen geht es zu den berühmten kaisergäbern und auf den parfumfluss. Dann ist unsere Zeit in hue auch schon wieder vorbei. Der Flieger zu unserer letzten Station hanoi ist bereits gebucht.
Hoi An – an ancient town
Geschrieben am 10. April 2011 von Christoph. » Kommentar schreiben


Mal wieder ein kleines update.
An unserem zweiten Tag in nha trang haben wir uns einen schnorcheltrip zu den kleinen vorgelagerten Inseln gegönnt. Das Wetter war traumhaft, nur das Wasser hatte eine etwas gewohungsbedürftige Temperatur. So waren unsere schnorchelausflüge eher kurz, was auch daran lag, dass es nicht so viel zu sehen gab. Aber die Fahrt mit dem boot hat sich dennoch gelohnt. Es gab gutes essen und wir sind ne fischfarm und ein fischerdorf angesteuert.
Tags darauf ging unser Flieger nach danang, von wo uns ein privater Fahrer 30 Kilometer zu unserem eigentlichen ziel chauffierte: Hoi An. Von allen reisenden hatten wir bislang nur gutes über die Stadt mit ihrer gut erhaltenen Altstadt gehört und tatsächlich: der Charme des Städtchens war unverkennbar.
Das wohltuendste: in den kleinen Straßen sind zu gewissen Zeiten weder Autos noch Roller erlaubt, was für eine bislang unvergleichliche ruhe sorgte. Da machte das bummeln durch die kleinen, verwinkelten Gassen richtig Spaß.
Fast jedes zweite haus beinhaltet eine Schneiderei, weshalb Hoi an nicht zu unrecht als das Klamotten-mekka vietnams gilt.
Nach zwei tagen Besichtigung haben wir uns heute im Hotel zwei Fahrräder geliehen und sind zum fünf Kilometer entfernten strand geradelt. Hier werden wir uns heute noch einmal richtig erholen, ehe es morgen früh mit dem Bus über den wolkenpass nach hue geht.
Dann beginnt unsere letzte Woche Asien.
Welcome to nha trang!
Geschrieben am 6. April 2011 von Christoph. » Kommentar schreiben

Es war ein ruhiger Flug in unserer kleinen propellermaschine, der uns gestern von phu quoc zurück nach saigon gebracht hat. Am Flughafen haben wir uns anders als beim ersten mal dafür entschieden, mit dem öffentlichen Bus in die City zum Hotel zu fahren.
Das hat auch ordentlich geklappt, wenngleich der Fahrer uns nen kleinen touri Aufschlag von umgerechnet 50 cent aufgebrummt hat. Merke: geschaftstüchtig sind sie hier alle, ganz gleich, ob sie einen offiziellen Posten bekleiden oder nicht.
In unserem Hotel angekommen, begrüßte uns schon der freundliche Besitzer, der uns sofort wiedererkannte (the germans). Hatten bei unserem ersten Aufenthalt in saigon das Zimmer im voraus bei ihm reserviert und bezahlt. Zum Glück für uns hatte er jedoch unseren Raum bereits anderweitig vergeben, sodass er uns das größere Zimmer zum gleichen preis geben musste.
Und das war bislang das schönste und neueste unserer reise. Ein geräumiges Bad mit glastür zur dusche!, sehr sauberes Zimmer und eine bettdecke statt einfacher laken.
Am abend sind wir dann noch essen gegangen, im Nummer 1 Restaurant bei tripadvisor. Das lokal hatte seine guten Bewertungen zu recht: wir wussten gar nicht, wie gut frühlingsrollen eigentlich schmecken können.
Danach ging es heim durch das hupkonzert der abertausenden rollerfahrer, um noch ein paar stunden zu schlafen, bevor der Zug um 6.30 nach nha trang abfahren würde.
Um 5.45 Uhr ging es am nächsten morgen mit dem Taxi durch die erstaunlich ruhige Metropole zum Bahnhof. Dort fanden wir unseren wagen mit den reservierten soft seats direkt hinter der Lokomotive. Die beinfreiheit war okay, der etwas muffige Geruch verflog, als die klimaanlage nach Abfahrt ihren Dienst aufnahm.
Doch leider hatten wir die vietnamesische Leidenschaft für arktische Temperaturen unterschätzt: schon eine Viertelstunde nach fahrtbeginn kamen wir uns vor wie in einer kältekammer. Da half auch nicht, dass wir lange Sachen anhatten. Anja tauschte flugs Sandalen gegen Socken und Turnschuhe und zog sich eine zweite Jacke drüber. Richtig warm wurden die Zehen allerdings erst wieder nach sechs stunden am Zielbahnhof. Was auch daran lag, dass das zugpersonal erst nach der Hälfte der Fahrt decken austeilte. Immerhin gab es eine Kleinigkeit zu essen, Hähnchen mit reis und Gemüse, lecker.
In nha trang schnappten wir uns den nächsten taxifarer, der uns sicher ins Hotel han van brachte. Dort begrüßte uns eine überaus freundliche und gut englisch sprechende (keine Selbstverständlichkeit!) rezeptionistin, die uns auf unser schönes Zimmer im vierten stock führte. Highlight des schönen, großen Raums: ein flachbild-tv
Nachdem wir unsere rucksäcke abgeladen und uns den welcome drink in der rooftop lounge mit Blick über die Stadt gegönnt hatten, zogen wir Richtung strand. Und der überraschte uns völlig: kilometerlang lag er vor uns, nur ab und an lagen ein paar Leute. Das beste war jedoch das Meer. Wie der strand völlig sauber wartete es mit einer sauberen brandung auf.
Ihr könnt euch denken, dass ich das gleich genießen musste
Nach einem kurzen strandspaziergang sind wir dann ins Hotel zurück, frisch machen für den abend.
Der ein oder andere cuba libre für 1,50 Euro wartet schon!
Übrigens, wer sich über die gewagte groß- und Kleinschreibung im blog wundert, dem sei gesagt, dass dies der eigentümlichen rechtschreibhilfe meines handys zu verdanken ist.
Ab gehts
Geschrieben am 5. April 2011 von Christoph. » Kommentar schreiben

So, die ruhigen und entspannten Tage auf der Insel sind zu Ende. schade eigentlich, denn der Aufenthalt auf phu quoc war so, wie man es von Hotel-katalogen her kennt. Heute Nachmittag geht der Flieger, eine turboprob-maschine, zurück nach saigon. Dort werden wir eine kurze Nacht verbringen, ehe es morgen früh mit dem Zug nach nha trang geht.
Dort wartet das größte tauchparadies vietnams auf uns. Wenn alles gut geht und das Wetter mitmacht, werden wir uns einen schnorcheltrip zu den vorgelagerten Inseln gönnen.
Ansonsten ist alles gut.
Wer hat die kokosnuss geklaut?
Geschrieben am 3. April 2011 von Christoph. » Kommentar schreiben

Ein traumhafter Tag am strand neigt sich dem ende entgegen. Was gibt es besseres als ihn mit einer frischem kokosnuss ausklingen zu lassen?
Nachher gehts noch auf den nachtmarkt, fische schauen und hoffentlich lecker essen…
Neue Bilder
Geschrieben am 2. April 2011 von Christoph. » Kommentar schreiben
So, hab schnell noch ein paar neue Bilder hochgeladen. Wie immer rechts zu finden.
Phu quoc
Geschrieben am 2. April 2011 von Christoph. » Kommentar schreiben

Nach einer erholsamen Nacht ging es für uns heute früh auf die speed Fähre nach phu quoc. Zweieinhalb stunden dauerte die Fahrt, für die Unterhaltung sorgten die raubkopierten filme der Crew, die über die Fernseher flimmerten.
Um 10.30 machte die Fähre am Anleger in duong dong, der größten Stadt der Insel, fest. Dort warteten schon eine ganze reihe Busse, um die Neuankömmlinge zu ihren Hotels zu fahren. Auch wir schlossen uns einem vietnamesen an, der uns zu unsrem bereits reservierten Ressort zu bringen versprach. Gemeinsam mit neun weiteren backpackern aus Usa, Deutschland, Irland usw, fuhren wir los.
Nach 20 Minuten Fahrt entdeckte Anja das Schild von unserem Hotel, doch statt zu halten fuhr der Fahrer einfach weiter. Er hatte nämlich selbst eine Unterkunft am Start, die er uns vorab präsentieren wollte. Als weder wir noch unsere Mitreisenden auf das Angebot, auf dem noch voll im bau befindlichen Areal zu nächtigen, eingingen, wurden wir dann doch noch an den gewünschten Ort gebracht.
Schon der erste Eindruck unserer für vietnamesische Verhältnisse teuren Unterkunft überzeugte. Ein schöner Garten voller Palmen, darin verstreut einzelne bungalows. Doch der Wahnsinn ist die direkte Lage am eigenen strandabschnitt, auf dem nur ein paar vereinzelte liegen stehen. Ruhe und Erholung pur!
Nach dem einchecken haben wir uns erst eine Kleinigkeit zu essen im hoteleigenen Restaurant gegönnt und sind danach an den strand, von wo ich euch dank WLAN diese Zeilen tippe.
Soweit der erste Eindruck. Mehr kommt demnächst.
Mekong-delta Teil 2
Geschrieben am 1. April 2011 von Christoph. » Kommentar schreiben
Der Tag heute begann früh. Um 6.30 gab es schon Frühstück. Wir saßen mit einer US-vietnamesin am Tisch, die gleich einen ganzen sack voll mit einheimischen Früchten dabei hatte. Da sie nicht alles allein essen wollte, haben wir einen frühmorgendlichen Crash-kurs in vietnamesischen Obst bekommen. Sehr informativ und vor allem sehr lecker!
Dann ging es mit dem Bus zum Fluss und dort mit dem boot zu unserem Hauptziel an diesem Tag, den schwimmenden Märkten. Ein lohnender Trip: der Fluss war voll von großen und kleinen booten, auf denen Händler ihre Produkte feilboten. Wir wussten gar nicht, wohin wir schauen sollten so viele eindrücke gab es zu bestaunen.
Danach ging es zu einem obstgarten, in dem uns unser Führer die verschiedenen Sorten am entstehungsort zeigte. Wir durften anschließend natürlich auch probieren. Ich kann euch sagen, allein die mango war kein Vergleich zu den geschmacklosen Dingern, die es bei uns im Supermarkt gibt.
Als letztes folgte das Mittagessen, zwar in einem touri-Restaurant aber trotzdem sehr lecker. Kurz darauf wurde es spannend: da wir uns mit dem Bus nach rach gia auf den weg machen wollten, hatten wir unserem guide schon in der früh gesagt, dass wir nicht mit nach saigon fahren würden. Er war dann so nett, uns einen platz im Bus vom Hotel aus reservieren zu lassen und auch gleich eine fahrgelegenheit zum Busbahnhof. Zudem durften wir unsere rucksäcke im Hotel lassen und er versprach uns pünktlich wieder dort abzusetzen.
Wir waren erst etwas skeptisch, aber was soll man sagen: es hat alles wie am Schnürchen geklappt und wir saßen um 13 Uhr in unsrem Bus nach rach gia.
Nach dreistündiger Fahrt kamen wir schließlich in unserem heutigen Zielort an. Haben uns nicht weiter um die einheimischen Verkäufer am Bahnhof gekümmert, sondern mit dem lonely Planet vor Augen auf den weg zum Hotel gemacht.
Nach dem einchecken sind wir uns dann ein ticket für die Fähre nach phu quoc morgen früh kaufen gegangen. Den abend beschlossen wir bei lecker seafood in einem fast leeren lokal am Fluss (siehe post unten).
So, jetzt gehts ins bett, vorfreuen auf den strandurlaub




